Condor-9
Autor: Michael Egli
Baubericht:
Beschreibung des Originals:
Hochgeschwindigkeits-Katamaran-Fähren zur
Beförderung von Personen und Pkws sind ein Schiffstyp der in den letzten Jahren zunehmende
Verbreitung gefunden hat. Die Condor-9 ist ein
Wellendurchschneidender Katamaran, gebaut von der Aluminium Shipbuilders Ltd. in Großbritannien,
stationiert in Weymouth. Diese Fähre ist ausschließlich für den Personentransport vorgesehen und kann 450 Passagiere befördern. Vier Dieselmotoren
mit einer Leistung von je 1690 kW beschleunigen das Schiff über Wasserstrahlantriebe (Jet) auf eine Geschwindigkeit von 35 Kn (65 km/h).
Beschreibung des Modells:
Das Modell der Condor-9 wurde von Graupner nach
Entwurfs-Unterlagen der Reederei CONDOR im Massstab 1:45 vorbildähnlich konstruiert.
Das Modell besteht aus einem Rumpf und Schwimmer-Unterteil, einem Deck und
Schwimmer-Oberteil und dem Aufbau aus tiefgezogenem und
CNC-bearbeitetem ABS-Kunststoff. Das Modell ist mit 2 Jet-Antrieben ausgerüstet, mit denen sehr präzise gesteuert werden kann. Die Rückfahrtsfahrt
erfolgt durch Umkehrvorrichtungen, ohne Umpolung der Motoren. Die Sonderfunktionen wurden nach eigenem Ermessen eingebaut.
Auf ein Soundmodell habe ich verzichtet.
Technische Daten des Modells:
Schiffsart: Arbeitsschiff Schiffstyp: Katamaran-Fähre
Schiffsname: Condor-9 Hersteller: Graupner
Massstab: 1:45 Länge 1080 mm
Breite 410 mm Höhe 600 mm
Verdrängung 5800 g
Baujahr: 2003/2004 Bauzeit: 6 Monate
Motor: 2x Speed 700BB Turbo Antrieb: 2 Jet-Antrieb
Akku: 2x 9.6 Volt=19.2 Vol und 1x 6 Volt= Empfänger und Sonderfunktionen
Baumaterial: ABS, Holz, Metall
Sonderfunktionen: Radar, Positionslampen, Scheinwerfer, Topplicht
Wie kam ich zur Condor-9:
Im Fernsehen sah ich einen Bericht über die Expo 02. Eine für die Expo gebaute „IRIS-Katamaranfähre„ fährt vorbei. Die Schiffsbauart
sowie der schöne Wasserstrahl gefällt mir. Ein solches Modell muss ich haben !
    
IRIS-Katamaranfähre „New York“ span>Quelle: Bild 1: http://www.seklaufen.ch/expo021.html,
Bild 2: http://www.nzz.ch/2002/06/12/il/page-newzzD2D0ZSLD-12.html
Gleich suchte ich im Internet und in Modellbaukatalogen nach einem ähnlichem Schiff als Modellbaukasten. Im Graupnerkatalog fand ich die „Condor-9.
Bei Graupner habe ich erfahren, dass dieses Modell nicht mehr produziert wird und nur noch einzelne Exemplare erhältlich sind.
Gleich suchte ich im Internet und fand den & nbsp Baukasten bei „Hobbyshop Hässig“ in Wohlen als Aktion. Sofort reservierte ich den Baukasten mit
Beschlagsatz, 2 Jet-Antriebe „3-Booster “, 2 Steuerdüsen mit   Umkehrvorichtung und 2 Elektromotoren „Speed 700BB Turbo“. Am Freitagabend
holte ich per Zug die bestellten Teile ab.

Modellbaukasten „Graupner“
Baubeschrieb des Modells:
Schon bald wurde die Schachtel ausgepackt und die Teile ausgelegt.

eine Menge Einzelteile
Das Material für den Schiffsständer lag dem Baukasten bei. Das vordere und hintere Stützbrett mussten aus zwei dünnen Sperrholzbrettchen zusammen
geleimt werden. Sinnvoll wäre ein dickeres Sperrholz zu verwenden. Nach dem fertigen Zusammenbau wurde auf die Kanten zum Schutz des Rumpfes
Filzunterlagen geklebt.
Beim Rumpfunterteil wurden nun der Vorder- und Mittelspant eingeklebt. Im Heck der Schwimmer links und rechts wurden die Stevenrohrhalterung
und die Motorstützen angepasst und eingeklebt. Nach der Trocknungszeit wurde in der Badewanne alles auf Dichtheit überprüft. Zu diesem Zeitpunkt
war alles wasserdicht. Das ist besonders wichtig, da nach dem verkleben des Deck-Oberteils zu diesen Klebestellen kein Zugang mehr möglich ist.
Anschliessend die Servo einbauen und die Steuerstangen für Lenkung und Betätigung für die Umkehrvorrichtung einpassen und verkleben.
  
Servoplatte und Motorhalterung zum Einbauen
eingeklebt Jetansaugrohre mit Motorenhalterungen
mit Jetansaugrohre und Ausstossdüsen (schwarz).
  
Jetausstossdüsen Rumpfhinterteil von unten mit Jetansauföffnungen und
angeschraubten Jetantrieben
  
Ansicht Jetantriebe von hinten Eingebaute und verkabelte Antriebseinheiten
mit Lenkservo und Servo für Schubumkehrvorrichtung.
Nun wird das Deck-Oberteil an den Rumpfunterteil angepasst und die Abschlusseinlagen am Schiffvorderteil eingepasst. Das verzugsfreie zusammenkleben
dieser Teile ist eine besonders heikle Arbeit und braucht viel Geduld. Die Klebefugen müssen gespachtelt und verschliffen werden. Anschliessend werden
die Teile für den Decksaufbau angepasst zusammen geleimt.
  
Rumpfunterteil und Deck-Oberteil verklebt. Deckaufbau zusammengebaut

Teile bereit zum lackieren
Fertige Teile lackieren und Dekorbilder anbringen.
  
  
Mast zusammenbauen, Positionslampen befestigen und verdrahten. Zwei Radarantennen herstellen und Antriebswelle nach unten führen.

Mast zum montieren
Nun werde die verschiedene Details wie Arbeitsboot, Brücke, Heckkräne, Relinge, Ankerwinde angefertigt, lackiert und montiert. Abschliessend die
Fertigteile am Modell befestigen.
  
Fertiger Condor-9, allerdings noch ohne die zwei Heckkräne
Verschiedene Detailansichten:
  
Reling Heckkran
  
Arbeitsboot Arbeitsboot und Brücke
  
Kajüteneingang seitlicher Motorendeckel

Mast mit 2 Radar
 

Reling, Arbeitskräne Bug: Ankerwinde und Kreuzpoller

Condor-9 vor der Wassertaufe mit Transportkiste

Condor-9 auf der Probefahrt


